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In der Pandemie hat sich die Videosprechstunde beim Arzt etabliert – die Apotheken vor Ort sollten hier schnell folgen und Telepharmazie als zusätzliche Beratungsmöglichkeit anbieten, meint Apomondo-Mitgründerin und Apothekeninhaberin Margit Schlenk.

Die Apotheken vor Ort sollten jetzt mit der Telepharmazie loslegen, bevor es fachfremde Anbieter mit großen Kapitalgebern dahinter tun, wie es bereits bei den Ärzten geschehen ist, ist Schlenk überzeugt. In Frankreich soll die telepharmazeutische Beratung demnächst vergütet werden. Dieses Signal würden auch andere Player erkennen, daher sei es wichtig, dass die Apotheken vor Ort das Thema zuerst besetzen, erklärte die Referentin vergangene Woche beim PZ-Management-Kongress. Dabei sei wichtig, die Videosprechstunden von Anfang an nur gegen ein angemessenes Honorar anzubieten; ohne Übernahme der Krankenkassen dann zunächst als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL).

»Telepharmazie ist eine pharmazeutische Dienstleistung – und diese sollten wir nicht kostenlos anbieten«, plädierte Schlenk. Beim Programm Apomondo wird die Zeit geloggt. So kann minutengenau abgerechnet werden. Sie schlägt ein Honorar von mindestens 2 Euro pro Minute vor. »Es muss schon mehr sein als beispielsweise ein Friseurbesuch kostet«, so die Apothekerin mit Blick auf das dahinter steckende Fachwissen. Weiterlesen…

Erschienen auf https://www.pharmazeutische-zeitung.de am 12.04.2022

Gute Mitarbeiter sind schwer zu bekommen – umso wichtiger ist es, die eigenen zu halten. Wie dies gelingen kann, schilderten Simon Nattler aus Inhabersicht und Nadine Hoffmann aus Perspektive einer Vertretungsapothekerin beim PZ-Management-Kongress und im Videointerview. Für die Mitarbeiterzufriedenheit ist meist nicht das Gehalt entscheidend.

Überraschung: Das Gehalt ist nicht unter den Top-3-Faktoren für zufriedene Mitarbeiter, sondern steht erst an vierter Stelle, zitierte die Vertretungsapothekerin Hoffmann aus einer Aposcope-Umfrage aus dem Jahr 2020. An erster Stelle stehen stattdessen Arbeitsatmosphäre, das Aufgabenfeld und die Work-Life-Balance, so die Referentin vergangene Woche beim PZ-Management-Kongress auf Mallorca. Das stimme auch mit ihrem Austausch mit Mitarbeitern der mehr als 50 Apotheken überein, in denen sie bislang im Einsatz war. Weiterlesen…

Erschienen auf https://www.pharmazeutische-zeitung.de am 12.04.2022

 

Die meisten Apotheken denken, Kammern und Verbände hätten automatisch alle relevanten Struktur- und Abrechnungsdaten. Dem ist jedoch nicht so. Der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbands (DAV), Thomas Dittrich, bittet daher alle Inhaber um mehr Mithilfe: Eine breitere Datenbasis würde die Verhandlungsposition der Apotheken gegenüber Politik und Krankenkassen deutlich stärken. Konkretes Beispiel: Der Z-Datensatz bei Rezepturen.

»Die Apotheken selbst sind Quelle vieler Daten mit hoher Qualität, doch nicht alle stehen automatisch der Standesvertretung zu Verfügung«, erläuterte Dittrich bei einem Vortrag zu »Apotheken im Datenkosmos« vergangene Woche beim PZ-Management-Kongress auf Mallorca. Für Verhandlungen mit den Krankenkassen oder auch bei der Argumentation mit der Politik sowie zur Marktbeobachtung und für wissenschaftliche Studien brauche es aber eine breite Datenbasis, zum Beispiel Umsätze und Absätze von OTC-Medikamenten, die Strukturdaten der Apotheken, angebotenen Dienstleistungen et cetera. Weiterlesen…

Erschienen auf https://www.pharmazeutische-zeitung.de am 11.04.2022

Eine Branche, ein Portal – so lautet das Credo der Gesellschaft Gedisa. Beim PZ-Management-Kongress erläuterte der Aufsichtsratvorsitzende Peter Froese, was mit der Plattform alles möglich ist – und unter welchen Bedingungen eine Kooperation mit »gesund.de« möglich wäre.

Die Gedisa (Gesellschaft für Digitale Services der Apotheken) ist »der digitale Maschinenraum und ich bin ihr Hauptheizer«, sagte Peter Froese in seinem Vortrag beim PZ-Management-Kongress auf Mallorca, in dem er das Verbändeportal der deutschen Apothekerschaft vorstellte. Die Gedisa baut und betreibt die digitale Plattform und Froese steht ihrem Aufsichtsrat vor.

Nicht müde wird er, die Vorteile und den Nutzen der neuen Branchenlösung aufzuzählen. Das liegt daran, dass Froese nach eigenen Angaben für das »mutige Projekt« brennt, mit dem er das Vertrauen und die Empathie aus der analogen Welt der Offizinen in die digitale Welt übertragen will. Grundgedanke des Portals ist es, die Kunden an die Apotheke vor Ort zu binden, ohne dass wirtschaftliche Partikularinteressen dahinterstehen. Außerdem hat das Verbändeportal einen großen Startvorteil: Es besitzt bereits 95 Prozent Marktanteil. Als einziger Verband in Deutschland hatte sich nur der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) gegen einen Beitritt zur Gedisa entschieden. Alle übrigen 16 Apothekerverbände sind hingegen seit Mitte November 2021 Gründungsmitglieder. Weiterlesen…

Erschienen auf https://www.pharmazeutische-zeitung.de am 11.04.2022

Eine Plattform, die lediglich die Leistungen der Vor-Ort-Apotheken bündelt, geht Noventi-Chef Hermann Sommer nicht weit genug. Daher hadert er damit, sich mit der Gedisa zusammenzuschließen. Dabei könnte sein riesiges Team an Programmierern eine gemeinsame Lösung womöglich schneller auf den Weg bringen.

Die Digitalisierung  muss mehr Zeit für die tägliche Arbeit in der Apotheke schaffen, meint der Vorstandsvorsitzende der Noventi Group Hermann Sommer. Dieser Grundgedanke ist unter anderem »die Triebfeder« für sein Portal »gesund.de«. Ein digitaler Marktplatz für Leistungserbringer im Gesundheitswesen, an dem auch Phoenix, der Wort & Bild Verlag, BD Rowa und Sanacorp beteiligt sind.

Während der CEO des Wort & Bild Verlags Andreas Arntzen eine gemeinsame Lösung mit dem Verbändeportal der Gedisa (Gesellschaft für Digitale Services der Apotheken) für zukunftsfähig hält, sieht es Sommer etwas anders. »Ich glaube nicht an die eine Plattform«, betonte er in seinem Vortrag beim PZ-Management-Kongress auf Mallorca. Sein Ziel ist es, dass der Patient »ohne Brüche einen Systemwechsel in die nächste Welt« unternehmen kann. Das Portal »gesund.de« soll also ein hybrides »Rundum-sorglos-Paket« für den Patienten sein, das »nicht nur Apotheke heißt«, sondern ein Zusammenspiel der Leistungserbringer bietet. Weiterlesen…

Erschienen auf https://www.pharmazeutische-zeitung.de am 11.04.2022

Coronavirus-Pandemie, Zinswende, Ukraine-Krieg – Krisen wie diese machen der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) zu schaffen. Prognosen fallen derzeit schwer, wie die Betriebswirte beim PZ-Managementkongress hervorheben. Kritische Fragen der Apotheker gab es zu den Themen Bargeld und Verwahrentgelt.

Grundsätzlich setzt die Apobank auf langfristige Strategien, um generell stressresistenter zu sein. Doch die Auswirkungen der drei Faktoren Coronavirus-Pandemie, Zinswende und der Krieg in der Ukraine sorgen für einen »nervösen Markt«, wie der Bankbetriebswirt Marco Eller und sein Kollege Betriebswirt Jörg-Peter Kroll von der Apobank beim PZ-Managementkongress auf Mallorca die Lage bezeichneten.

Seit Jahresbeginn lässt sich mit rund 70 Prozent ein deutlicher Einbruch bei der Entwicklung des Aktienmarkts Osteuropa beobachten. Gleichzeitig schossen zuletzt die Werte für Rohstoffe wie Öl, Kupfer, Silber und Gold in die Höhe. Dennoch raten die Experten nicht auf die Rohstoffe zu setzen, weil »die Schwankungen zu hoch sind«. Weiterlesen…

Erschienen auf https://www.pharmazeutische-zeitung.de am 11.04.2022